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Vier Varianten für eine spektakuläre Kreuzung


mit Ingenieurbüro GRASSL und
VIC Verkehr- und Ingenieurbau


Planungzeit ab 2022
Baubeginn vorr. 2024

 

Das Bauwerk 2 Knotenpunkt TVO - B1/B5 stellt den nördlichen Anschlusspunkt an die B158 Märkische Allee dar. Dieser Abschnitt wurde in der 1970er Jahren im Zuge der Errichtung der Großwohnsiedlung Berlin-Marzahn hergestellt. Das bestehende Bauwerk überführt die Märkische Allee über die B1/B5. Aus einer Untersuchung wurden 4 Varianten tiefgründiger betrachtet und aus einer Vorzugsvariante entstanden 4 weitere Varianten für die Umsetzung der Fuß- und Radwegebrücke in der +1 Ebene.

 

Variante 1 und 2

Die Idee der beiden zueinander geneigten Bögen hat sich aus den konstruktiven Notwendigkeiten und der Suche nach der Ausbildung eines zeichenhaften und sichtbaren Bauwerks entwickelt. Zwei zueinander geneigte Bögen stellen ein klassisches Tragsystem dar, d.h. diese Konfiguration ist durch Referenzbeispiele bekannt. In Kombination mit dem kreisrunden Brückendeck ergibt sich jedoch eine völlig neue, bisher nicht so umgesetzte Typologie. Das Brückendeck wird über flach geneigte Seile abgehängt und spannt damit eine feine weitere Ebene auf, die ein charakteristisches Element dieser Variante wird. Zusammen mit den beiden Bögen ergibt sich ein räumliches Element, das den Kreuzungspunkt über“kuppelt“ und deutlich markiert. In der weiteren Durchplanung würde in Bezug auf Konstruktionshöhen, statischem System und Stützungen ein möglichst optimales Verhältnis hergestellt werden. Die formale Ausbildung der einzelnen Bauteile wie Bögen, Stützen würden formal weiter untersucht mit dem Ziel ein elegantes und stimmiges Bauwerk zu erzielen, dass insbesondere die Kongruenz von Ästhetik und Konstruktion thematisiert. Die Erscheinung wird als neues landschaftliches Element wahrnehmbar sein. Eine deutliche Sprache als bewusst gestaltetes Ingenieurbauwerk sprechen. Der Eingriff in die Natur wird bedingt durch die Trassierung TVO - B1/B5, ist jedoch verträglich durch Einböschung in die Umgebung eingefügt. Im städtebaulichen Kontext wird die Dimension neu und als solitäres Bauwerk einen besonderen Ort markieren. Die Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung wird deutlich kontrastiert. Für beide Fahrtrichtungen, d.h. die der TVO als auch der B1/B5, wird sich ein Tor bilden, in Richtung Nord-Süd durchfährt man die beiden Bögen, in Ost-West fährt man zweimal durch ein Tor, das durch die zueinander geneigten Bogenfüße gebildet wird.

 

Variante 3

Bei dieser Variante wird der klassische Fachwerkträger neu interpretiert. Ausgehend von der gegebenen Geometrie bildet ein kreisförmiger Fachwerkträger einen inneren Ring, der das Brückendeck der Fuß- und Radwegbrücke trägt. Diese radiale Ausformung eines Fachwerkträgers ist eine neue Interpretation eines klassischen Systems und wird in seiner Einzigartigkeit mit dem Ort verbunden werden. Diese neue Typologie schafft einen nicht in seiner Größe aber in seiner Gestaltung markanten Orientierungspunkt, der den Kreuzungspunkt sichtbar macht und deutlich markiert. Das „freie“ Fachwerk, das als Bild an einen geflochtenen Weidenkorb anknüpft, unterstützt die individuelle Ausprägung des Bauwerks und wird eine Landmarke bilden. Es wird ein eigenständig interpretiertes klassisches Tragsystem mit skulpturaler Wirkung entstehen. Dieser „Weidenkorb“ scheint über dem Kreuzungspunkt zu schweben, lediglich gestützt durch jeweils ein Stützenpaar entlang der B1/B5.Hinsichtlich der Farbigkeit wird auch untersucht werden, ob WT-Stahl eine nicht nur unter Nachhaltigkeits- und Wartungsgesichtspunkten sondern auch unter gestalterischen eine gute Variante darstellt.

 

Variante 4

Die Idee dieser Variante ist mit einem zentralen Pylon die konstruktiven Notwendigkeiten und die Ausbildung eines zeichenhaften und sichtbaren Bauwerks zu entwickeln. Dieser Pylon fußt ähnlich wie die Varianten 1 und 3 auf den Stützwänden der B1/B5. Daraus ergibt sich eine vierfüßige „bockartige“ untere Pylonfigur, die einen Ring trägt, der auf vier Stützen lagert. Die erforderlichen Seilabhängungen für das Brückendeck setzen an diesem Ring an. Mit dieser herausgearbeiteten Geometrie lässt sich einfach die Seilgeometrie, d.h. der Angriffswinkel am Brückendeck steuern. Außerdem entsteht so ein prägnanter, individueller Pylon, der als Landmarke wirken wird. Der Pylon wird als neues prägnantes landschaftliches Element wahrnehmbar sein und eine deutliche Sprache als bewusst gestaltetes Ingenieurbauwerk sprechen. Im städtebaulichen Kontext wird der Pylon durch seine Dimension eine weithin sichtbare Landmarke werden. Die Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung wird deutlich kontrastiert. Für beide Fahrtrichtungen, d.h. die der TVO als auch der B1/B5 wird sich ein Tor bilden.

 

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