Wir ziehen um!

Ab 01.10.2018
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Erkelenzdamm 59/61
Portal 1, 3.OG
10999 Berlin

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Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee, Berlin

mit EiSat GmbH, Berlin
mit Spezialbau Engineering GmbH

 

 

Entwurf

Die grundsätzliche Entwurfsidee der Brücke wird aus der Idee eines einfachen Öffnungsmechanismus entwickelt. Nicht die gesamte Konstruktion muss angehoben werden, sondern nur die, das größere Lichtraumprofil störenden Teile werden „beiseite geschoben“, quasi eine Schubbrücke. Die Hauptkonstruktion bleibt unbewegt und wurde so hoch angeordnet, dass das erforderliche Lichtraumprofil gewährleistet wird. Wie bei einer Vorhangschiene werden die Ringe aufgeschoben, wenn die Sondertransporte passieren müssen.
Diese Leitidee, der „Gleitvorhang“ findet seine logische Fortsetzung in der Einhüllung der Brücke durch einen Stoff, d.h. einer beschichteten Glasfasermembran, die Witterungsschutz für den Nutzer und die mechanischen und konstruktiven Bauteile bietet. Der nicht gewünschte Einblick sowie das Ein- und Ausbringen von Gegenständen wird gleichfalls durch die gewählte Membran verhindert, wie auch zusammen mit einem inneren Seilnetz aus Edelstahl wird die Fluchtmöglichkeit verhindert wird.
Durch die Einhausung mit der Membran wird eine einfache, lineare, aufs Minimalste reduzierte Ansicht erzielt, durch die die Brücke zurückhaltend in die Stadtlandschaft integriert wird. Das Weiß der Membran und ihre stoffliche Anmutung harmoniert gut mit der Farbigkeit der Ziegel des denkmalgeschützen Gebäudes.

Die ingenieurstechnische Herausforderung liegt in der Minimierung der erforderlichen Hubtechnik und die Zurücknahme des Tragwerkes, nicht in ihrer Zelebrierung. Der überraschend einfache und ungewöhnliche Öffnungsmechanismus wird der Brücke einen einzigartigen Charakter verleihen und sie unverwechselbar machen.
Die Detailierung der Konstruktion und die Oberflächen der eingesetzten Materialien achten auf feine Nuancen und übersetzen die individuelle Gestaltung in den kleinen Maßstab.
Die Materialien der Brücke sind auf Stahl für die Konstruktion mit einer Hülle aus weißem schmutzabweisend beschichteten Glasfasermembran und Beton für die Treppe reduziert. Der Stahl erhält eine weiße Beschichtung nach ZTV-COR. Der Beton ist schalungsrauh mit stehender Leistenschalung ausgeführt.
Für den Belag der Gehbahn sind extrudierte Aluminiumpaneele mit Längsrillen zur Rutschhemmung vorgesehen.

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