IGA 2017

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Aussichtsbauwerk "Wolkenhain" - für die "Internationale Gartenausstellung 2017 Berlin".

 

mit geskes.hack Landschaftsarchitekten bdla
mit VIC Brücken- und Ingenieurbau GmbH, Potsdam

 

Bildergalerie zum Baufortschritt
Webcam der IGA 2017
Projekt Blog der IGA
Beleuchtungsprobe im März 2017

"Der Wolkenhain der IGA Berlin 2017" (YouTube)
Zeitrafferfilm zum Baufortschritt (YouTube)

 

Planungs- und Bauzeit: 01/2014 – 04/2017
Auftraggeber: Grün Berlin GmbH
Nutzung: Aussichtsgebäude / Restaurant
Auftrag: Lph 1 - 9 (Objektplanung)
Baukosten: ca. 3,1 Mio (netto)

 

Planung Haustechnik: Marko Augustat & Partner
Lichtplanung: Schlotfeldt Licht
Brandschutz: hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH

Konstruktion:
Stahlraumfachwerk mit silikonbeschichtetem Glasfasergewebe Stahlbeton, teilweise Sichtbeton mit Gabionenvorhangfassade, Pressleistenverglasung auf Pfosten- Riegelkonstruktion.

Ausführende Firmen:
Stahlbau/Membran: Vollack Hallen u. Stahlbau GmbH & Co KG
Baugrube: RWG I  Abbruch und Tiefbau GmbH
Rohbau: Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH
Lufttechnische Anlagen: Kopf Heizung- und  Klimatechnik GmbH
Elektroinstallationen: Elektroinstallationen
Trockenbau/Malerarbeiten: HBI Baumanagement GmbH
Tischlerarbeiten: Holzwerkstatt Schumacher GmbH
Aufzug: Dauer Aufzüge

Technische Daten:
ca. 290 t Stahlkonstruktion (Fachwerk und Laufdeck)
160 massive Stahlkugeln, Durchmesser 200mm,
Gewicht ca. 32 Kg, 406 Stäbe, Durchmesser 140-170mm
ca. 11.000 einzelne Bauteile (Stäbe, Bleche, Profile,..)
200,00 m² silikonbeschichtetes Glasfasergewebe
Höhe Aussichtsplattform über Grund, ca. 15,90-17,40 m
Umgang auf der „Wolke“, Länge ca. 90,00m

 

Entwurf

Der Kienberg stellt das Zentrum und den Orientierungspunkt für das gesamte Areal der IGA dar. Er ist als stadträumliche Marke bedeutend. Mit 102m ü. NN eröffnen sich von ihm weite Panoramen von Marzahn-Hellersdorf, der Blick reicht sogar bis ins Berliner Zentrum. Knapp über den Wipfeln des Baumbestands schwebend, inszeniert der „Wolkenhain“ den freien Blick losgelöst von der vertrauten Wahrnehmung als weites Panorama über die Landschaft.

Die „Wolke“ als Metapher stellt den Hintergrund für vielfältige Assoziationen aus, die den Kienberg in seiner Bedeutung auch inhaltlich überhöhen. Sie schafft zusammen mit dem Kienberg eine neue, weithin erkennbare Landmarke, die untrennbar mit dem Ort verbunden wird.

Die „Wolke“ wird aus einem polygonalen Raumtragwerk aus Stahl gebildet, das mit einer weißen, transluzenten Membran aus silikonbeschichtetem Glasfasergewebe überzogen ist. Nachts kann sie von innen heraus dezent leuchten. Sie wird zu einem schwebenden Lichtobjekt, das eine besondere Atmosphäre über dem Kienberg schafft. In der Dämmerung bzw. in der Nacht können unterschiedliche Farbstimmungen erzeugt werden. Eine spezielle Steuerung ermöglicht die Ansteuerung aller 90 Anbauleuchten, die mit RGBW-LED´s bestückt sind.

Die „Wolke“ ruht auf schlanken Stahlstützen, die unregelmäßig angeordnet sind, wie bei einem Baumhain, an den sie erinnern sollen. Zwei eng beieinander liegende Stützengruppen sind statisch wirksam durch Fachwerkverbände verbunden. Gemeinsam mit dem Aufzug bilden sie die horizontale Stabilisierung der „Wolke“. Der Aufzugsschacht erhält eine Verkleidung aus weißen Polykarbonat-Stegplatten als Wetterschutz.Der Besucher erreicht die „Wolke“ über eine großzügige Wegeführung von der Seilbahnstation „Kienberg“ kommend oder über den Fußweg. Die erste Etappe des „Aufstiegs“ führt auf die Anhöhe, d.h. den Kienberg mit dem Aussichtsplateau. Unter dem Plateau, die Geländemodellierung nutzend, ist als Basisgebäude der Besucherservice mit Restaurant und Informationsbereich angeordnet. Eine Treppenanlage aus Gitterroststufen führt in wechselnden Richtungen auf die „Wolke“. Mobilitätseingeschränkten Besuchern steht ein Aufzug zur Verfügung. Dieser Aufzug ist sowohl über das Aussichtsplateau als auch über die Besucherservice erreichbar. Wolke“ und Besucherservice können getrennt voneinander betrieben werden. Vom Besucherservice aus eröffnet sich ein überraschender Blick über den Rodelhang auf den Marzahner Ausguck. Zusammen mit der Sichtbetonarchitektur entsteht ein spannender Ort für Ausstellungen und Vorführungen. Eine großzügige Terrasse für den Außenbetrieb ist vorgelagert. Eine besondere Herausforderung war die Planung des Raumtragwerks der „Wolke“. Hunderte von Rundrohrprofilen sind in 160 Knotenpunkten zusammengeführt und verschweißt worden. Das Raumtragwerk baut auf Dreiecken auf, die die unregelmäßige Form der „Wolke“ abbilden. Daraus resultieren Verbindungspunkte, die nie in gleichen Winkeln aufeinander stoßen. Um diese räumlich hoch komplexe Aufgabe gestalterisch und  in der Ausführung zu bewältigen, wurde bereits beginnend im Vorentwurf das Projekt komplett in 3-D entwickelt und auch die Ausführungsplanung in 3-D übergeben.

 

Download Bürobroschüre Wolkenhain (PDF, 5,2 MB)

Download Bürobroschüre IGA (PDF, 6,2 MB)

Download Handout "Tag der Architektur" (PDF, 4,2 MB)

 

Bildquellen: Hanns Joosten (hannsjoosten.de)